Tatort Himbeerhau, Schönbuch, Mittwoch, 10. Juni 2015, 15.39 Uhr

Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie beim Ansitz auf Rotwild dies einem Freund per SMS mitteilen würden und 20 Minuten später von einem Hubschrauber Besuch bekommen würden? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das nichts mehr mit Zufall zu tun hat? Und wenn es kein Zufall ist, was dann? Natürlich werde ich immer wieder gefragt, warum ich verbotenerweise Hochsitze nutze. Aber die Naturparkverwaltung weiß, dass es "alle" tun und verhält sich angemessen und freundlich, wie unten zu sehen ist. Schließlich werden auch diese Hochsitze mit Steuern finanziert. Das Landeskriminalamt hatte es nicht nötig, mir auf meine Nachricht über diesen Vorfall hin zu antworten. Das ist nicht als Vorwurf gemeint. Die haben Wichtigeres zu tun, als E-Mails zu Hubschraubern zu beantworten, die im Schönbuch die Mindestflughöhe weit unterschreiten und Wildtierfotografen mit waghalsigen Flugmanövern bedrohen, wenn auch passiv. Schließlich darf von einem rechtfertigenden "Notstand" ausgegangen werden, der bei der Verfolgung einer Straftat als opportun zu betrachten ist. Da es in Deutschland verboten ist, ohne besonderen Grund außerhalb von Flugplätzen zu landen und die Mindestflughöhe zu unterschreiten, darf von der Verfolgung einer solchen ausgegangen werden. So stellt sich nur noch die Frage, ob ich mit einer Straftat im Schönbuch in Verbindung gebracht werden kann, die eine Fahndung mit einem Hubschrauber rechtfertigt. Da davon auszugehen ist, dass ich das beschriebene Geschehen nicht veröffentlichen würde, wenn es so wäre, bleibt noch die allerletzte Frage, was der Grund für das Geschehene letztendlich sein kann. Wer auch nur einen Funken Ahnung von der Arbeit der Polizei hat, wird sich mit der Antwort nicht schwer tun.

Auf dem Hochsitz unten wird es unangenehm mit diesem Brummer 30 Meter vor der Nase.

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